Leipziger Nachtgespräche im Überblick



Am Donnerstag, den 30.11.2017 fand das „Leipziger Nachtgespräch – Dialog zur kommenden Gesellschaft“ statt. Gast und Dialogpartner war Herr Dr. Hans-Joachim Maaz. Einer der renommiertesten und bekanntesten Psychoanalytiker der DDR und Nach-Wendezeit. Herr Dr. Maaz ist Psychiater, Psychotherapeut Psychoanalytiker. Von 1980 – 2008 war er Chefarzt der psychotherapeutischen Klinik im Diakoniekrankenhaus Halle/Saale. Er ist Vorsitzender des Choriner Instituts für Tiefenpsychologie und psychosoziale Prävention und Vorsitzender der „Hans-Joachim Maaz – Stiftung Beziehungskultur“. Durch eine Vielzahl von Veröffentlichungen hat er einen hohen Bekanntheitsgrad erlangt, dabei hält er mit seinen Betrachtungen der Gesellschaft einen Spiegel vor. Er ist Autor zahlreicher Bücher, beispielsweise „Das Gestürzte Volk“; „Der Gefühlsstau“; „Hilfe! Psychotherapie“ oder sein zuletzt erschienenes Werk „Das falsche Leben“. Mit seiner Stiftung, fordert und fördert Dr. Maaz Beziehungskultur. „Jeder Mensch steht demnach in der Verantwortung, eine gute Beziehungskultur zu entwickeln.“ Seine These: wir können uns dem Begriff der Demokratie nur nähern, in dem wir innerlich demokratisch sind. Was ist innerliche Demokratie und wie können wir sie erlangen, um sie auch nach außen wirksam werden zu lassen? Nach einem Input von Herrn Dr. Maaz war Zeit und Raum, das Gehörte wirken zu lassen und darüber in kleinen Gruppen in Austausch zu kommen. Dabei waren die eigenen Erfahrungen wegweisend für einen Dialog zur kommenden Gesellschaft.

Zeitungsartikel

Am Samstag, den 13.04.2019 fand das „Leipziger Nachtgespräch“ unter der Überschrift Heimat statt. Ein Dialog zu Heimatgedanken. Mein herzlicher Dank meinen Gästen, für diesen intensiven, facettenreichen und so erlebbar werdenden Dialog. Zwischen der Renaissance dieses ungeschützten Begriffes Heimat und dem Wunsche Deutungshoheiten und Anspruchsdenken zu erheben, löste allein der Begriff Heimat ausreichend Emotionen und Bilder aus. Von der Frage ausgehend, was Heimat ist und bedeutet ging es über die historischen Betrachtungs- und Wirkungsweisen hin zu der auch heute scheinbaren Unmöglichkeit Heimat unpolitisch zu betrachten. Heimat in aller Munde führt ebenso zur Worterschöpfung wie der Müdigkeit eines guten Gefühls. Wenn Heimat mit uns selbst zu tun hat und wie wir die Beziehungen zu den uns umgebenden Menschen und der Umwelt gestalten, dann kann so ein etabliertes „Heimatministerium“ zwischen dem Gestern und dem Morgen vermittelnd wirken – im Sinne eines im hier und jetzt stattfindenden Heimatprozesses. Heimat als Prozess, der sich wechselwirkend verändert und gestaltet werden will mit all den Herausforderungen – Heimat zwischen Ideal und Realität.